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Für Constanze!

Noch mag ich mich nicht recht anfreunden mit den neuen Bedingungen. Zu vieles ist nur noch Rudiment. - Ich ändere hier und da Details und finde mich doch nicht wieder. Zu vieles ist verlorengegangen!
Dem Neuen mag ich mich nicht verschließen ... wenn es denn ein Fortschritt wäre.

Ein recht trauriger
Bert
30.12.05 02:01


Obwohl noch nicht wieder voll befähigt all meine Arbeitsfelder zur Genüge auszufüllen, bin ich offiziell seit letzter Woche wieder "gesund". - Nun schreite ich einseitig X-beinig durch die Tage, fürchte mich vor jeder Treppe und wundere mich des abends über die Schwellungen und Schmerzen. Hallelujah! - Gerade gönne ich mir noch 6 Wochen Resturlaub, um einigermaßen wieder meine Oberschenkelmuskulatur aufzubauen. An den Fehlstellungen und den resultierenden Schmerzen wird sich wohl nichts mehr ändern. Ein Gutachten zur Berentung läuft. (Höchst grauslich! Rente = Unfähig = Alt = Unbrauchbar. Morgen werde ich 42. Ich denke an meinen Vater, der ebenfalls in diesem Alter einen Knieschaden erlitt und damals gänzlich seinen Weg verlor. - Heute führe ich Prozesse gegen ihn ... und hoffe, dass er bald verstirbt, um endlich Ruhe vor ihm zu haben. [Er ist gerade 'mal 65 und insgeheim tut er mir ja leid, dass er keinen Weg gefunden hat, sein Leben zu leben. - Aber ebenso Leid war ich es irgendwann, dass wir darunter leiden sollten.])


Anführen könnte ich, dass mich diese ganze Krankengeschichte erheblich in Anspruch nähme: mittlerweile hat sich ein kompletter Aktenordner durch die Schriftstücke gefüllt. (Gutachterliche Untätigkeit  => Arztwechsel, Thrombosezwischenfall  => Therapeutenwechsel u. ä. Absonderlichkeiten häuften sich in letzter Zeit.) - Doch es ist sicherlich auch ein Stück vermehrter Unabhängigkeit von diesem Medium (Back to the roots) und letztlich auch von diesem Forum, die mich in letzter Zeit derart absent auswiesen. (Zugegeben: die sporadisch aufblitzenden Gedankensplitter an den Blog reichten von 'Gleichgültigkeit' bis hin zu 'Löschgedanken'.)


Doch die heutige 20six-Mail, dass sich virulente Objekte desaströs in  die, in unsere Gemeinschaft eingebunden hätten, störte mich auf, so dass ich mal wieder 'nach dem Rechten' sah und einiges verändert fand. - Und siehe da, es störte mich!


Noch bin ich da. Und noch halte ich auf dem Laufenden, was mir erhaltenswert scheint.

10.12.05 02:43


Wenn ich's könnte ...

Was für ein Morgen!


Die Luft ist so knackig-frostig und lichtdurchflutet-klar, dass ich in die Welt hinauslaufen möchte.


Wunderbar!

17.10.05 09:11


Kindermund

Es ist Sonntagvormittag und die Eltern weilen noch im Bett. Sie singen „Über den Wolken".
Als sie gerade die Schlußzeile „ich wär' gern' mitgeflogen." gesungen haben, zuckt Frida (23 Monate) mit den Schultern und meint bedauernd: „Zu spät!"


*ggg* Die Lütte ist enorm!

4.10.05 23:08


"Ab in die Ecke!"


132 Tage habe ich sie nun benutzt. Anfangs hielten sie den Bodenkontakt, während ich in die Luft trat. Später trugen sie die Last, wenn ich scheinbar schritt. Sie haben mir gute Dienste geleistet. (Nicht zuletzt auch durch ihr Image, habe ich einige andere Krücken ausfindig gemacht, die ich tagtäglich benutze.) - Und man gewöhnt sich schnell daran, vor jedem Weg zu überlegen, ob er denn wirklich notwendig ist oder was man alles gleich miterledigen kann. Doch verlernt man ebenso schnell das eigenständige Gehen. Denn eine Krücke ist und bleibt eine Krücke ... in der Hand, auf dem Weg und im Leben.


Seit Freitag nun darf ich meine Knochen wieder voll belasten. Doch erst am Samstag habe ich es anfangs in der Reha noch sehr zögerlich, später dann in den eigenen vier Wänden recht ausgiebig erprobt. Am Sonntag ging es dann gleich aufs Ganze: ein Zirkusbesuch mit meiner großen Nichte! - Humpelnd zwar, doch durchgehalten ...


Die Rechnung kam prompt: das Knie schwoll unter rezeptpflichtigen Schmerzen immens an. - Heute wurde ich in der Reha energisch zurückgepfiffen: "Sie dürfen nur im 4-Punkt-Gang  und sowieso nur auf ebenen Gründen gehen."


Ewig lang schien mir der Weg, denn ich nach Hause krauchte, hin zu meinen Unterarmgehstützen ...


Tag 133 ...

20.9.05 01:05


Tempus fugit

Die Fragmente finden nur langsam Kontakt zueinander. Doch im Zentrum flotiert eines lose hin und her als befände es sich in einem Vakuum. Im Strahlenbild wird die Fragilität des Gesamten deutlich, erübrigt jede Diskussion: weitere 4 Wochen "Luftgymnastik". Genug Zeit also, mich auch fürderhin mit den Behörden und Ämtern von A bis Z auseinanderzusetzen.


Langsam bin ich urlaubsreif ...

18.8.05 22:26


Sponsoring

Nun gut ... die Praemonstratenser-Abtei Hamborn hat einiges für die Entwicklung ihres Umlandes getan. In ihrem Ursprung geht sie allerdings auch auf das 9. Jh. zurück und hatte also reichlich Zeit dazu. Die Kanonie, wenn sie auch nurmehr aus knapp zwei Dutzend Ordinierten besteht, ist heute im Bewußtsein der Bevölkerung fest verankert und hoch angesehen.


Gerade einhundert Jahre sind vergangen, daß als Kloster-Appendix ein  Gymnasium, sowie eine Heilstätte in Wurfweite der Abtei durch das Bistum eingerichtet wurden. Beide Gründungen sind im Zusammenhang mit der industriellen Entwicklung des Großraumes zu sehen und auch von daher zu verstehen: das 'Revier' benötigte diese strukturellen Maßnahmen zum Selbsterhalt und zur Fortentwicklung seiner Potenz. So gingen denn auch eine Vielzahl von Ingenieuren, Ärzten und Redakteuren aus dieser Schule hervor. - Man darf diese bischöflichen Gaben aber durchaus auch als 'Sponsoring' in eigener Sache verstehen. Denn das Bistum, und nicht zuletzt die Abtei, rekrutierte etliche ihrer Mitglieder aus ehemaligen Schülern dieses Gymnasiums.


Das Revier hat sich in den letzten hundert Jahren grundlegend verändert! Wo einst die Schwerindustrie "malochte" und innovativer Geist die Grundlage für das Gütesiegel 'made in germany' bildete, wandelte sich das frühe Multikulti (generis europenensis estis) zum 'Brennpunkt der sozial Schwachen' (generis in minimo secundo transmamaris (sic!),(und nochmals ausdrücklich: sic!!)). Innovative Strukturen der Förderung sind wohlersehnt.


Und so fand sich vor einiger Zeit ein edler Stifter, mit nachgewiesenem innovativen Potential und vermeintlich hehrem sozialen Engagement, in Person des Herrn Dr. Karl Albrecht (-> Aldi) . In einem ausgesprochen sozial schwachen Umfeld wollte er fördern und stiftete letztlich, nebst wissenschaftlichem Begleitprogramm, der Schülerschaft ein millionenschweres Selbstlernzentrum (, nebst 60 Nicht-Medion-Laptops). Der amtierende Schulleiter dankte und lobte.


Zum Ende des laufenden Schuljahres entschied sich der o.a. Schulleiter zur Aufgabe seiner Führungsposition am Abtei-Gymnasium. (Er wolle zu seinen Ursprüngen zurück. - Und die liegen im Klostergymnasium zu Gaesdonk. ... Aber das ist eine andere Geschichte.) ... In Folge dieser Entscheidung beanspruchte nun Herr Dr. Albrecht ein 'Mitspracherecht' bei der Auswahl des nachfolgenden Schulleiters. Seine Einbeziehung in die Entscheidungsfindung sei ihm von der Bistumsverwaltung zugesagt worden. Diese wies eine solche Zusage etwas schwammig zurück.


Herr Dr. Albrecht lernte den künftigen Schulleiter erst kennen, nachdem alle Verträge bereits unterzeichnet worden waren und kündigte, nach einem Gespräch mit dem seitens des Bistums designierten Nachfolger, an, sein finanzielles Engagement fürderhin auf einen anderen 'sozialen Brennpunkt' zu fokussieren.


Schade! Immerhin hatten über 20% des diesjährigen Abiturjahrganges des Abtei-Gymnasiums einen "Schnitt" von 1,... !!!


(Sponsoring at it's best)

26.7.05 02:58


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